Schadstoffliste

 

Walzen Irle GmbH erhielt Roswith-Oerter-Preis der CDA

Firma mit einem sozialen Anspruch

Siegener Zeitung vom 30.10.2009

Deuz . Walzen Irle GmbH erhielt Roswith-Oerter-Preis der CDA Vorbildlich: 48 Auszubildende unter 350 Mitarbeitern, dazu 10 Prozent Gewinnbeteiligung.

Hier können Sie den ganzen Bericht lesen.

 

Kommentar vom Moderator

Firma mit einem sozialen Anspruch??

Erndtebrück, den 02.11.2009

 

Die CDA (Christlich-Demokratische-Arbeitnehmerschaft) möge doch bitte ihre Definition und Bewertungskriterien für eine Firma mit einem so hohen sozialen Anspruch offenlegen, deren Verdienste der Verleihung eines Roswith-Oerter-Preis begründen.

Mit diesem Roswith-Oerter-Preis erhält diese Firma eine sehr hohe Auszeichnung des CDA, welche in ihrem Handeln sich stets überdurchschnittlich, sehr Sozial und Vorbildlich in ihrem Leistungen sowie Verhalten, gegenüber seinen derzeit Beschäftigten und ehemaligen Arbeitnehmern/innen sowie anderen Firmen im Umkreis von Olpe-Siegen-Wittgenstein sehr hervorgehoben hat und dadurch auszeichnet.

Inwieweit verträgt sich diese Auszeichnung mit dem Verhalten der Blockade-, und Verweigerunghaltung  sämtlicher Hilfestellung bei der Übernahme der sozialen Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber seinen durch den Beruf erkrankten Arbeitnehmern der ehemaligen Beschäftigten sowie Leiharbeitern im In- und Ausland? Sowie u.a. dadurch verursachten immensen finanziellen Schaden bei den Geschädigten selbst und deren Familien.

Unsere ausführliche Stellungnahme lesen Sie bitte hier:    Roswith-Oerter-Preis

 

 

Besondere Anmerkung:

Bis heute (Juli 2009) leugnet mein/unser ehemaliger Arbeitgeber, dass bis zum Asbest-Verbot 1994 irgend ein Arbeiter mit Asbest gearbeitet hat oder bei der Verarbeitung mit Asbestfasern in Berührung gekommen zu sein.  Obwohl dort nachweislich in den Jahren zuvor Tonnen von Asbest verarbeitet worden sind. Angefangen vom Einkauf, über den damaligen Betriebsleiter Giesserei Herrn Klaus P.... mit den damal zuständigen Sicherheitsfachkräften Herrn Wilhelm Hüs...., (bereits verst.) Herrn Fis.... (bereits verst.) Gustav F...  und der zur Zeit verantwortlichen Sicherheitsfachkraft Armin Wert......entzogen resp. entziehen sich immer noch der Verantwortung. Selbst der Betriebsrat mit damaligem Betriebsratsvorsitzenden Herrn Fritz K...  sowohl dessen Nachfolger Herrn Helmut Kr... mit gesamten Betriebsrat leugnen diesen Zusammenhang und Exposition. Bis heute verweigern alle Verantwortliche jedem erkrankten Arbeitnehmer jegliche Hilfestellung bei der Anerkennung durch ihren Beruf erworbene Krankheit als Berufskrankheit und lehnen somit auch jede Sozialverantwortung ab.

Bis heute wurden wir, die erkrankten weder von den Verantwortlichen jemals besucht oder zu dieser Thematik ein ausführliches und zur Klärung dienendes Gespräch geführt.

Was wir Betroffene überhaupt nicht verstehen können, dass der langjährige Betriebsratsvorsitzernde Herr Fritz K. für seine Verdienste der Verweigerungshaltung seitens der IG-Metall für die gute langjährige vorbildliche Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender noch geehrt wurde....

Unter dem Motto wessen Brot ich ess; dessen Lied ich sing.

Selbst der Technische Aufsichtsdienst konnte zuvor bei keinem Arbeitsplatz weder Werk I noch Werk II eine Exposition mit Asbestfasern oder weitere gefährliche Arbeitsstoffe ermitteln und feststellen.

Obwohl Sicherheitsdatenblätter zwingend vorgeschrieben sind und an jedem Arbeitsplatz bei deren Verwendung von gefährlichen Arbeitsstoffen vorhanden sein müssen, fehlen diese bis dato ebenfalls in der Ermittlungsakte. Ebenso fehlen die den besagten Zeitraum betreffenden Einkaufslisten, die 100 %ig unsere Aussagen untermauern und bestätigen und zur Beweissicherung herangezogen werden müßten.

 

Erst auf Druck des Landessozialgerichtes und auf hartnäckiges Drängen mit Zusatzanträgen durch unsere Fachanwälte wird dann sukkzessive im laufenden Gerichtsverfahren sodann nachermittelt.

. - Vorab wird erst einmal jeder Zusammenhang verneint und alle berechtigten Anträge abgelehnt-.

Es wird dann nur immer Step bei Step die Exposition seitens der Berufsgenossenschaft in dem betroffenen Betrieb zugegeben - aber auch nur dass, was man dann eindeutig dann nicht mehr abstreiten kann.

Weitere Zusammenhänge muss der Betroffene erst einmal selbst wegen der Beweisumkehr beweisen und in einem langen Klageweg durch alle Instanzen erstreiten..

Es macht schon sehr nachdenklich und traurig, wenn bereits einige Arbeitskollegen - welche eindeutig an Asbestose verstorben sind - , immer noch der Zusammenhang der Exposition mit Asbest von der Firma geleugnet wird. Auch möchte ich mal anmerken, dass sich bis heute keine verantwortliche Person vom Betriebsratsvorsitzenden über Betriebsratskollegen, Sicherheitsfachkraft oder auch Geschäftsführung je bei uns erkrankten ehemaligen Arbeitskollegen nach ihren Wohlbefinden erkundigt hat oder gar mal eine Hilfestellung bei dem Verfahren angeboten hat.

Ein ähnliches Verhalten wie bei Contergan ist hier einwandfrei erkennbar. Hauptsache die Bilanz und der Gewinn stimmt - der Mensch und insbesondere die Menschlichkeit spielt hier eindeutig keine Rolle.

Wir gedenken daher in bleibender Erinnerung an unsere ehemaligen Arbeitskollegen.

Wir haben bewusst hier nicht alle Kollegen die wissentlich bereits an einer Berufskrankheit durch Asbestose / Silikose verstorben sind, aufgeführt. Daher erhebt diese Veröffentlichung kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Herrn Bernhard H.... (Asbestose) verstorben 1978

Herrn Ernst S.. (Silikose) verstorben 1998

Herrn Willi F.... (Silikose verstorben)

Herr Rudi B..... Netphen / Grissenbach (Asbestose u. Asthma / 4103 und 4302). Bereits verstorben. Die durch den Beruf erworbene Asbestose soll laut Gutachten hier eindeutig von dem zuvor gewählten Arbeitgeber der Firma Dichtungs-Heitze stammen. Ein Zusammenhang mit unserem Arbeitgeber konnte nicht ermittelt und nicht wahrscheinlich gemacht werden. Obwohl Herr Br... dort jahrelang Asbest bei der Verarbeitung mit einer Feile zur weiteren Verarbeitung geraspelt und am Schleifstein geschliffen hatte...

Herrn Friedhelm W. aus Bad Laasphe Volkholz ( Asbestose / Asthma = Mischform) verstorben

Herr Herbert W aus Bad Laasphe / Volkholz verst. 2001

Herrn Heinz P...aus Netphen, Asbestose verstorben 2002

Herrn Heinz See....Netphen

Herrn Sch... aus Netphen / Walpersdorf

Willi Sch.... Silikose (anerkannt)

Werner G..... Bad Laasphe (Schwerhörigkeit 15 % anerkannt) - Asthma/Silikose nicht anerkannt

Herrn Wolfgang K. / Bad Laasphe - anerkannt zu 100 % BK-Nr.: 4302 (Mischform Staublunge mit Verdacht auf Asbestose

Bei diesem Verfahren war die eigentlich sehr umfangreiche gesamte Akte leer, welche zuvor durch die BG an den Gutachter in Gießen überrmittelt wurde. Eine objektive Ermittlung war uns im Beisein unseres Rechtsanwaltes in den Räumen der BG zuvor durch den Vorstand der BG und weitere Sachbearbeiter zugesichert worden. Gott sei Dank hatten wir bei diesem Termin aber vorgesorgt und hatten alle Akten dabei. Resultat: Eine Anerkennung von 60 % welches vermutlich durch die leere Akte verhindert werden sollte. 

 

Herrn Horst-Günther Mengel, Erndtebrück: Bk-Nr.: 4302 anerkannt mit 30 % Asthma-Bronchiale mit Lungenemphysem, Hinterwandinfarkt und mit Verdacht auf Asbestose / Silikose

Hier sind bereits weitere Verfahren am LSG anhängig - Gutachten von 2007 - MdE von mind. 60 % Gießereiasthma rückwirkend in 1990

Mit Sicherheit werden diese Toten nicht die letzten sein, die an Asbestose, Silikose, Asthma-Bronchiale mit Lungenemphysem mit Rechtsherzbelastung, Hinterwandinfarkt, Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Gesichtskrebs, Blutkrebs ectpp... noch sterben werden.

Auffallend sind hier die überduchschnittliche Anzahl der sehr vielen gleichlautenden Atemwegserkrankungen und Lungenkrebsrate.

 

Wegen der schlampigen Ermittlung und Verweigerungshaltung und Hinhaltetaktik dieser Firma von Geschäftsleitung und Betriebsrat sind wir gezwungen an dieser Stelle noch weitere Details in diesem Zusammenhang zu veröffentlichen.

Auch ist es für uns Betroffene nicht hinnehmbar, dass unsere Beweise wie beispielsweise unsere sehr ausführliche Dokumentenmappe mit ausführlichen Beschreibungen der jeweiligen Arbeitsplätze mit Fotos und Zeichnungen, welche durch unseren Anwalt an die Berufsgenossenschaft im Jahre 2002 ausgehändigt wurde, in allen Verfahren fehlen und bisher nicht berücksichtigt wurde.

Wir stellen in diesem Zusammenhang auch immer wieder fest, dass nicht die komplette Akte den Gutachtern und Sozialgerichten, Landessozialgerichten ausgehändigt wird.

Dieses ist klar in allen Gutachten, Stellungnahmen auch des Sozialgerichtes und Landessozialgerichtes erkenn- und dokumentierbar.

Diese Art und Weise der Beweisunterschlagung ist in anderen Zivilverfahren sogar strafbar.

 

Wir werden daher erst Ruhe geben, wenn unsere Erkrankungen alle im vollen Umfang anerkannt wurden und wir alle unsere korrekten Vorsorgeuntersuchungen seitens der Berufsgenossenschaft bekommen werden...... Sollte wie in der Vergangenheit bereits geschehen seitens der Firma versucht werden uns in der einen oder anderen Stelle massiv zu bedrohen, werden wir dann unverzüglich sofort rechtlich Schritte gegen alle Verantwortlichen bei der Staatsanwaltschaft in Siegen erheben.

In diesem Zusammenhang werden wir in kürze noch Sicherheitsdatenblätter, Originalverpackungen, Bilder von den Originalscheiben der Asbest und Asbestschnüren, Original-Aushang (Schwarzen Brett) ectpp. hier noch detaillierter veröffentlichen. Stellungnahmen, Auszüge von Gutachten und Original-Dokumente, Giesserei-Studien welches unsere hier gemachten Aussagen bestätigen, werden dann ebenfalls nicht fehlen.

Wir bitten daher folgende Veröffentlichung zur Kenntnissnahme, wobei noch weitere folgen werden. 

Wurde hier etwa kein Asbest verarbeitet - war auch nicht Dichtungs-Heitze in Netphen der Hauptlieferant der übrigens aus der Asbestzentrale der DDR von Russland usw. sein Asbest bezog?????

 Haben diese Firmen überhaupt existiert?? Haben wir überhaupt dort gearbeitet. Haben wir das alles nur geträumt und sind das von uns etwaige inszenierte Racheakte und infame Unterstellungen sowie rufschädigende Äußerungen gegen diese Firma??

Dann haben wir ja auch großes Glück gehabt und unsere schweren Erkrankungen und bereits verstorbenen Arbeitskollegen sind auch nur geträumt und Einbildung. Wir brauchen nur auf zu wachen und alle sind kerngesund und alles ist wunderbar. “Dieses wäre ein wünschenswerter Traum”.

Leider sieht die Realität und Wahrheit aber ganz anders aus und schlägt in voller Härte und mit aller Macht zu. Der sozialen Verantwortung mit Lügen und allen schäbigen Tricks zu entziehen wird der immensen Tragweite mit Sicherheit nicht gerecht.

 

Arbeitsanweisung an die Abteilungen in Werk II

Diese Anweisung wurde keine zwei Tage in den vorgesehenen Abteilungen öffentlich ausgehändigt, dann waren diese wieder verschwunden. Uns wurde diese Kopie anonym auf dem Postweg “zugespielt”.

ABKÜRZUNGEN - Unterschriften

Mi = (Anfangsbuchstaben - Nachname Geschäftsführer)

Hüs =  (Anfangsbuchstaben - Nachname Sicherheitsfachkraft)

Gärtner = (Nachname - Betriebsleiter Gießerei)

Schneider (Gießereimeister)

Schreiner (Betriebsabteilung / Schreinerei Werk II))

 

Asbesthaltige - Schlichte von der Firma Manville

Die bereits von der Firma Manville Asbestangreicherte  Schlichte wurde bis circa 1988 eingesetzt und danach durch Celite J2 mit Kieselgur ersetzt.

Manville-Schlichte (Asbesthaltig) bis ca. 1988 danach Celite J-2 hier wurde Zirkonschlichte beigemischt = Schlichte für Reduktions-Rollen,

Isoppropylalkohol - Schlichte schwarz

Isoppropylalkohol - Schlichte schwarz, + Isopropylalkohol - weiß mit Zirkonschlichte wurde bis ca. 1984 Asbestmehl in größeren Mengen beigemischt. Verarbeitung auf ca. 180 Grad heißen CO² Sandzapfen, wurde mit Quaste ohne Absaugung aufgetragen,

 

Kiesekgur 12-0

Wegen Streik in 1990 wurde Kieselgrur 12-0 gegen Celite J2 und Zirkonschlichte ausgetauscht. Meßprotokolle sind Geschäftsleitung und Betriebsrat bekannt. Hinter vorgehaltener Hand sprach man von 3 - 3,5 facher MAK Wertüberschreitung pro m³ Luft, weil keine ausreichende Absaugung vorhanden war. Aufgrund dieser Meßwerte wurde die unzureichende Absaugleistung verbessert aber nur mit unzureichendem Erfolg.

(Bild von Originalverpackung)

Folgende Sicherheitsdatenblätter halten wir unter anderem in Händen. Wobei uns seitens dieser Vorlieferanten bestätigt wurde, dass unser Arbeitgeber diese Stoffe regelmäßig in größeren Mengen auch bezogen hat.

 

Kieselgur 12-0, Manville bis ca. 1988 danach Celite J-2 hier wurde Zirkonschlichte beigemischt = Schlichte für Reduktions-Rollen, Albral 2, Carsil, Solosil, , Nuclepon (alle Typen),Carsil 4000, Solosil 3000, Nuclepon 20, Teno Coating ZBBE, Isoppropylalkohol - Schlichte schwarz, + Isopropylalkohol - weiß mit Zirkonschlichte wurde bis ca. 1984 Asbestmehl in größeren Mengen beigemischt. Verarbeitung auf ca. 180 Grad heißen CO² Sandzapfen, wurde mit Quaste ohne Absaugung aufgetragen,

FeSiMg 6 - 10, Feedex, Harborlite 800 (=Celite-Perlite J 2, Harborlite 500 (= Celite-Perlite J 4), Silict, HFR 4 A, Silicia Mix 7 A, Silicia Mix 7 Pure

 

 

Berufsbedingte Erkrankungen in dieser Walzen- Giesserei und Endfertigung mit div. Drehmaschinen, Schleifmaschinen ectpp.

Im Vorfeld konnten wir als bereits erkrankte Arbeiter feststellen, dass wir mehr oder weniger an ähnlichen oder sogar den gleichen Erkrankungen erkrankt waren.

In der Häufigkeit sind beispielsweise hier die gesamte Bandbreite der Atemwegserkrankungen: Bronchitis mit Emphysem, Asthma Bronchiale ohne und mit Emphysem, Asbestose, Silikose / Staublunge, Wirbelsäulenerkrankungen, lärmbedingte Schwerhörigkeit, Blasenkrebs und Blutkrebs zu nennen.

So stellten wir nach weiterer umfangreicher Analyse (beispielsweise auf der Grundlage von Giessereistudien, Sicherheitsdatenblätter, Berufskrankheitenliste) schnell fest, dass hier gewissse Zusammenhänge der Belastung(en) am Arbeitsplatz im Zusammenhang unserer Erkrankung verstärkt zu verzeichnen sind und nicht weg zu diskutieren sind.

Hier haben wir nur an einigen Beispielen die wichtigsten Erkrankungsformen veröffentlicht. Es kommen durchaus noch weitere Erkrankungsformen, die berufsbedingt wegen einer weiteren zusätzlichen chemischen Belastung sein können und ausgelöst werden, vor.

Diese Aufstellung soll für Sie eine grobe Orientierung sein, damit Sie ihre Erkrankung im Zusammenhang einer möglichen Beruferkrankung ein ordnen können.

Daher erhebt diese Aufstellung kein Anspruch auf Vollständigkeit.

 

 

Die unterschiedlichen Berufe / Arbeitsplätze mit Erkrankungsformen:

Auf Werk II:

Abteilung Schleuderguss und Former

Bronchitis, Asthma-Bronchiale, Silikose, Asbestose (auch in Mischform), lärmbedingte Schwerhörigkeit, Wirbelsäulenerkrankungen, Erkrankungen durch Erschütterung bei der Arbeit mit Druckluftwerkzeugen oder gleichartig wirkenden Werkzeugen und Maschinen, Vibrationsbedingte Durchblutungsstörungen an den Händen, Blasenkrebs, Blutkrebs

Schmelzer:

Asthma-Bronchiale, Asbestose, Wirbelsäulenerkrankungen, Blasenkrebs, Blutkrebs

Ofenmaurer:

Bronchitis mit Emphysem, Asbestose, Silikose (auch in Mischform), lärmbedingte Schwerhörigkeit, Wirbelsäulenerkrankungen,

Gußputzer:

  Asthma-Bronchiale, Silikose, Asbestose, (auch in Mischform), lärmbedingte Schwerhörigkeit, Wirbelsäulenerkrankungen, Erkrankungen durch Erschütterung bei der Arbeit mit Druckluftwerkzeugen oder gleichartig wirkenden Werkzeugen und Maschinen, Vibrationsbedingte Durchblutungsstörungen an den Händen

Auf Werk I

Maschinen-Dreher, Walzendreher, Karuselldreher, Transporteure hier insbesondere die Spänefahrer

Lärmbedingte Schwerhörigkeit, Asthma-Bronchiale, Silikose, Asbestose, diese Atemwegserkrankungen treten auch in Mischform auf.

 

Verursacht durch die grosse Staubentwicklung bei der mechanischen Bearbeitung von Walzen, Reduzierrollen und Kokillen, während dessen Bearbeitung sowie des Abtransportes der Späne.

 Die Stäube und deren Zusammensetzung bestanden aus Graphit-, Quarzsand und Asbestfasern und sind meist alle lungengängig und gelangen bis zu den kleinsten Lungenbläschen / Alveolen.

Vorbreitung und Vorkommen: Anhaftungen an Walzen, Reduzierrollen und Kokillen sowie Zusammensetzung der Materialien (Ferroguss, Grauguss usw., beispielsweise hier die Freisetzung des Graphits bei der mechanischen Bearbeitung).

 

Asbest wurde zwar offiziell im Jahre 1994 verboten, nach unserer Recherche können aber auch noch später durch die wiederverarbeitende Späne im Kreislauf, sowohl durch Anhaftungen von Kokillen und Filtern in Entstaubungsanlagen und Staubsaugern, Motorenfilter,  aufbrauchen der Restbestände sowie Asbeststäube auf Kranbahnen o.ä. durchaus der Zeitraum einer möglichen Belastung auch noch eine längere Zeit danach bestanden haben.

Man beachte:

Jede Asbestfaser kann kanzerogen sein.

(kanzerogen= Krebserzeugend)

 

 

Schadstoffliste an meinem ehemaligen Arbeitsplatz einer Giesserei

 

An dieser Stelle können Sie sich ein Überblick verschaffen, inwieweit das als normal zu bezeichnen ist, dass die zuständige Berufsgenossenschaft,

der Technische Aufsichtsbeamte,

die Versichertenvertreter der Berufsgenossenschaft,

die Geschäftsleitung,

der Betriebsrat / Gewerkschaft (IG-Metall)

sowie in dieser Walzen Gießerei zusätzlich

eingestellten und verantwortlichen Sicherheitsfachkraft

es unmöglich erschien (und noch erscheint) hier toxische Stoffe auf zuspüren die eine Berufserkrankung auslösen können. Wir finden das skandalös, dass bis heute alle Beteiligten und Verantwortlichen uns Hilfe und Unterstützung bei der Anerkennung unserer berufsbedingten Erkrankung verweigern. Und in meinem Fall bis heute (mittlerweile fast 18 Jahre / Stand Jan.2008) eine objektive Arbeitsanlalyse verweigert wird. Der Kontakt mit Asbest konnte (wurde) bei mir nur bis 1980 seitens des Arbeitgebers angebeben, welches faktisch nicht stimmt. Auch durch Zeugen wurde bestätigt, dass ich bis zu meinem ausscheiden am 20.06.1990 einer extremen Asbestbelastung ausgesetzt war.

Bisher wurden lediglich im Jahre 2002 nur 30 % MdE (Verschlimmerungsanteil) auf der Grundlage der falschen Vordatierung des Ursprungs meiner Atemwegserkrankung seit der Kindheit anerkannt. (Falschdiagnose durch meine damalige Lungenfachärztin). Daher sind zur Zeit 4 Verfahren am Landessozialgericht in Essen anhängig. Ein neues Gutachten bestätigt eine höhere MdE von ca. 60 % MdE rückwirkend seit Beginn in 1990 im vollen Umfang.  Ich warte mittlerweile seit zwei Jahren auf einen Termin am LSG.

Zur Erinnerung: “Der Fall Mengel”.

 WDR 3 - Aktuelle Stunde v. 22.02.1996

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Zu diesem Zeitpunkt waren mir die Anzahl der gesamten toxisch wirkenden und gesundheitsschädlichen Stoffe und das wahre erschreckende Aussmaß der Gefahrstoffbelastung wegen der schlampigen Ermittlung durch die BG  noch nicht alle bekannt gewesen.

Nähere Infos zu der Anerkennung und Verfahrensstand finden Sie unter der Rubrik: Gerichtstermine

 

Weitere ausf. Infos über Asbest, Asbestverbrauch, Asbestose, (Mesotheliom), COPD, Asthma-Bronchiale sehr anschaulich in Film-Clips dokumentiert und erklärt, finden Sie unter der Rubrik Infos zu Asbest und Atemwegserkrankungen auf dieser Website.

 

 

Uns wurde das drastische Ausmaß erst durch intensive private Schulung, u.a. von abeKra, Teilnahme bei Hearings von Umweltkongressen mit führenden Wissenschaftler, Hearings beim deutschen Bundestag, studien von Fachliteratur erst deutlich und hierdurch erhielten wir erst die notwendige Fachkenntnis.

 

Schadstoffe denen wir und weitere Arbeitnehmer in diesem Gießereiunternehmen jahrzehntelang ohne Atemschutz ausgesetzt waren und vermutlich zum großen Teil noch sind:

 

Folgende Schadstoffe wurden erst durch unsere eigenen  Recherchen (im Jahre 2001)  und Ermittlungen, Gespräche mit Vorlieferanten (Sicherheitdatenblätter), Gießereistudien und Auswertungen von Experten ermittelt.. Insofern entsprechende tox. Noxen nicht in reiner Form auftreten, so entstehen diese aber als Nebenprodukt, bei den jeweiligen Gemischen oder Gießprozess. Unsere Ermittlung ist wissenschaftlich begründet und fachkompetent ermittelt und untermauert worden. Hinsichtlich der Vorlieferanten konnte es man nicht glauben, dass uns diese Sicherheitsdatenblätter seitens der Geschäftsleitung nicht ausgehändigt wurde. Es handele sich dabei sehr wohl um Atemwegsbelastende Chemikalien. Entsprechende Erfahrungen sind vorhanden. Auch wurde uns versichert das diese Firma Walzen.... Kunde der jeweiligen Vorlieferanten war und ist. An dieser Stelle haben wir weitere und nähere Beschreibungen zu den Gießereianwendungen, Zusammensetzungen mit Mengenangaben und -Prozessen mit Rücksicht auf das Betriebsgeheimnis nicht veröffentlicht. Diese internen Daten sind uns aber alle bekannt.

Toxische Stoffe der beschriebenen Gießerei

alphabetisch aufgelistet und Arbeitsplatzbedingungen

Asbest:

Bis zum offiziellen Verbot in 1994 wurden die Restbestände aber erst noch aufgebraucht. Das makabre ist, dass in dieser Firma fast alle Arbeitsplätze mit Asbest oder Asbesttäube (wegen Anhaftung v. Millerschlichte) an Reduzierollen, Walzen belastet waren. Vom Former über Putzer, Schlosserei bis hin zu der Fertigung (weiterverarbeitung) der Reduzierrollen und Walzen sind Walzendreher und Maschinendreher in der mechanischen Bearbeitung Werk I und Werk II betroffen.

Die Hallen, Kranbahnen, Kokillen, Drehmaschinen usw. wurden nicht gesäubert und von Asbest entsorgt.

Obwohl Asbest schon in 1994 vom Gesetzgeber verboten wurde - wird die größte Welle der Asbesterkrankten ab dem Jahre 2015 erwartet.

Eine Mikrofaser kann schon eine Asbestose auslösen.

                                                                                        

 

Erzeugnisse

verschiedene Walzen

Kalanderwalzen; Kolben; Pumpen (Teile für ...);
Walzen für die Stahlindustrie;
Walzen für Zerkleinerungstechnik;

 

 

Gusswerkstoffe von Rollen und Walzen

  • perlitischer und acikularer Sphärroguss
  • unlegierter und legierter Hartguss
  • Hartguss plus (Verbund)
  • hochverschleißfeste Werkstoffe nach DIN - EN 12513
  • Ni-Hard
  • Chromguss/Chromstahl
  • optimierte Sonderwerkstoffe

Austenitisches Gusseisen (z.B. Ni-Resist);
Bainitisches Gusseisen (ADI);
Gusseisen mit Kugelgraphit, hochlegiert;
Gusseisen mit Lamellengraphit, hochlegiert;
Gusseisen mit Lamellengraphit, unlegiert bis niedriglegiert;
Gusseisen mit Vermiculargraphit;
Hartguss, legiert (z.B. Ni-Hard);
Hartguss, unlegiert;

 

 

Das Gießen (Verfahren)     (Formverfahren)

Das gießen erfolgt sowohl gegen Sand als auch gegen Kokille. Darüber hinaus verfügt diese Gießerei über Verbundguss-Verfahren, mit denen hochleistungsfähige Verbundguss-Werkstücke hergestellt werden können.

Handformen; Kokillenguss; Schleudergießen von Formgussstücken; Verbundgießen;

 

 

Asbestscheiben:  welche nicht passgenau waren, wurden im trockenen Zustand ohne Absauganlage und ohne Atemmaske am Schleifstein (Schlosserei ), mit  Feile, Raspel, Band- oder Stichsäge auf Aussen- und Innendurchmesser passend gemacht. Wurde auch als Gießrohrdichtung  verwendet. Das Asbest wurde von der Fa.     Dichtungs..... in Deuz  eingekauft. Herkunft: ehemalige DDR, UDSSR und Frankfurter  Asbestzentrale.

 

Asbestmehl:  Wurde als Zusatz bei Isoprophylalkohol-Schlichte Brennspiritus-Schwärze oder ( Isopropanol oder Äthanol-Schlichte wurde unter Sicherheitsfachkraft Herrn F. verboten.  – Totenkopfschild auf den Fässern - !! ).   Asbestmehl wurde mit Bohrmaschinenquirl ohne Absaugung und ohne Atemmaske eingerührt. Verbrauch von Asbestmehl pro Woche ca. 3 bis 4 Sack a. 15 – 20 Kg. Abfall von Heitze Dichtungen.

 

Asbesthandschuhe:      Schutzhandschuhe beim Umgang mit heißem und Rotglühenden Metallen – zum Schutz gegen Verbrennungen-.

 

Asbestdecken:     Sollten zum schnellen Abkühlen von Rotglühenden Gußstücken verhindern. z.B. bei C 2000 und C 2005 Stangen. Gußstücke wurden im alten Quarzsand eingegraben und zusätzlich mit Asbestdecke abgedeckt.

 

Asbestschnüre und Binden:  Wurden um Kernrohre gewickelt um das Anbrennen von flüssigen Metall oder Vererzen von Sand am Kernrohr zu verhindern.

 

Asbestplatten:  Wurde in I.-Ofen verwendet, kam zum Einsatz bei Isolierungen vor Hitzeeinwirkung ( Trockenkammer, Gießkammer, Red.-Rollen und zum verschneiden bei nicht vorhandenen Asbestscheiben. Bearbeitung wie bei Asbestscheiben.

 

Albral 2:  Formel: Na2 – SiF6  bez. NaF   wurde als Schlackeflußmittel bei Walzen im statischen Guß, bei Walzen und Stangen im Schleuderguß und im Schleuderguß Red.-Rollen in großen Mengen eingesetzt. Wurde beim Abstich der Schmelze aus I.-Ofen, E.-Ofen in Gießpfannen zu gegeben. Beim Gießvorgang von Schleudergußwalzen, Stangen oder Red.-Rollen wurde während des Gießvorganges Albral 2 in großen Mengen auf Pfannen und Gießrinne aufgestreut. Ab ca. 1988 wurde SAF und Albral 2 zusammen gemischt und wie oben beschrieben verwendet. Über die Gefährlichkeit der Mischung wurden wir nicht aufgeklärt, Sicherheitsdatenblatt ist bis heute nicht vorhanden.

Reaktion beim Gießvorgang beisender, stinkender, weißer Qualm            ( Rauch ) in der ganzen Schleudergußhalle. Nach kurzer Zeit hatte man das Gefühl, die Spuke im Mund würde sich verflüssigen. Beschwerden der Belegschaft sind der Geschäftsleitung bekannt.

 

Argon:    Wurde in die Schmelze eingeblasen

 

Äthanol oder Metylalkohol-Schwärze: Gleiche Schlichte wie Isoprophylalkohol wurde später ca. 1984 verboten ( grüne Fässer mit Totenkopfaufdruck ). Abgesetzte Flüssigkeit war ähnlich wie brauner Lack es wurde auch Asbestmehl unter gerührt. Diese Schlichte ließ sich gut mit Brennspiritus verdünnen.

 

Aktivator:  Wurde bei Furanharzsanden verwendet, z.B. im Formguß, Kernmacherei und bei Gießrohre mit Schamottrohre ( hierzu ist zu sagen das der erste Aktivator seit beginn Furanharzsand- Verarbeitung verboten wurde ). Sicherheitsdatenblatt waren nicht vorhanden.

 

Aluminium-Chlorid:   Wurde in amerikanische – Kokillenschlichte Schleudergußwalzen gemischt.

 

Brennspiritus:   Wurde zum verdünnen von Schwärzen und Schlichte verwendet. Beim schwärzen von Kokillen mit englischer Schwärze ( Blacking ) wurde nur Brennspiritus verwendet. Zum anheizen von Feuerkörben, als Verdünner von Spiritusfarbe. ( Walzenputzer ) und zum abfackeln  von verlorenen Kernen und Anschnitten aus Styropor.

 

Bentonite: Bindemittel für Schlichte wie Miller ( Mainville ) Kieselgur-geglüht 12–0, Zirkonschlichte, französische Schlichte, Cellite J 2 .

 

Brechkoks::        Heizmittel im Winter und zum aufheizen von Kokillen.

 

Bitumen:   Wurde zwischen Kokillenteilung mehrerer auf einander gestellter Kokillen gegeben, sollte Luftzufuhr von Außen verhindern          ( Rissbildung ). Bitumen wurde durch erwärmen flüssiger gemacht – und auf die bis 150 Grad heißen Kokillen aufgebracht. Wurde später durch Wasserglas ersetzt.

 

Cadmium:  ist in mit Cadmium überzogenen legierten sowie verunreinigten Metallen. In Cadmiumfarben ( Cadmium rot und gelb )    Erkrankung: Entzündliche Reizzustände im Bereich der oberen Luftwege. Es kann sich ein chronisches Lungenemphysem, auch ohne voraus gegangene Bronchitis entwickeln. Knochenveränderungen im Sinne einer Osteoporose.                                                                                     

 

Cellite J 2:  Ersatzschlichte für Miller und mit Aluminiumchlorid- Zusatz.

 

 

CO2:    Kohlensäure zum Härten von CO2 Sanden.            

 

Chrom-Erzsand:          Verwendung in Formguß und Schleuderguß- zapfen- Formen, als Binder wurde Zement, Wasserglas oder Bentonite verwendet.

 

C = Kohlenstoff:   In Stahl und Eisen wird im Gußeisen mehr Kohlenstoff und im Stahlguß weniger Kohlenstoff in die Schmelze eingesetzt.

 

Dämpfe:  Von Ölen, Fetten, Albral 2, Furanharzsanden, Aktivator, Heizöl mit Graphitgemisch als Trennmittel von Modellen, Heizöl in Kanonenöfen, Heizöl im Flammenwerfer zum aufheizen von Kokillen im Formguß, Isopropylalkohol mit Asbestmehl. Dämpfe wie Amoniak stinkend von Feedex ( Exotherme Masse ), Salzsäure – Flocken bei Fama – Estriche, Nitro – Farben, Kohlensäure CO2,  Kaltreiniger, Brennspiritus, und Spiritusschwärze, Bitumen, Soda, Wasserglas, verbrennen von Kunststoffen ( Verpackungsmaterial ) und Styropor im I.-Ofen, Dämpfe von Silberbronze beim anstreichen vorgewärmter Blechscheiben ( Walzenschleuderguß ), Dämpfe aus SAF, Karbiddämpfe von Ferroguß.

 

Dioxine:

 

div. Metallstäuben (versetzt mit Asbestfasern u.a. tox. Stoffen): wurden bei der mechanischen Weiterverarbeitung während des Walzenputzen , schleifen und Drehen freigesetzt. Eisenoxide, Graphit-, ( Staub in A- und E- Form ), Quarz-Feinstaub und Quarz haltigen Feinstaub, ( Grenzwerte weit oberhalb des allgemeinen Staubwertes von 6 mg / m3 A - Staub ) Staubgrenwert wurde im Sept. 2001 rückwirkend reduziert !!

 

Erzen:   Stäube vom Erzen, Stäube von Exotherme Masse ( Lunkerpulver ), Eisenoxidstäube ( Roststäube ) vom chargieren mit Magnet in Lagerhalle, Stäube von Eisen-oxidsanden.

 

Feedex:  Exotherme Masse, Flourwasserstoff aus Albral 2, Ferro – Silizium, Ferro-Magnesium, Ferro-Nickel-Magnesium Legierungen und andere Ferro-Legierungen. Furanharz, Farben mit Nitro – Spiritus. Fe Si Mg 6-10 Geruch wie Karbid ( siehe Anzeige an BG Seite 12: Sphäroguß bei Walzen sowie auch bei Red.- Rollen. Feedex wurde bis ca. zu dem Jahre 1970 eine Flüssigkeit als Aktivator ( oder Härter ) beigemischt. diese war stark ätzend und stinkend ähnlich wie Amoniak oder Salpeter.

 

Flammenwerfer: Der Flammenwerfer wurde auch mit Brennspiritus und mit Brennspiritus und Heizöl-Gemisch betrieben.

 

Flexscheiben:  Diese waren mit Kunstharz gebunden. Gestank von Flexscheiben beim Gußputzen.

 

Formaldehyd: Formaldehyd /Phenolhaltigen Harzstäube von Pertinaxbearbeitung usw.

 

 Furane:

 

Gase:  Aus Formen beim Gießen, Gase beim aufstreuen von Albral 2 und SAF beim Gießvorgang – Schleuderguß, Gase beim Schmelzen von minderwertigem Stahlschrott, starke Gasentwicklung nach Abguß von Furanharzformen und Formen mit Furanharz-Kernen.

 

Glimmer:     Zum abdecken von flüssigen Metall ( aussehen wie Kork ) starke Staubentwicklung. Wegen Temperaturverlust eingesetzt.. Der Staub von Glimmer ist ähnlich wie Kristaline Kieselsäure, Quarz oder Asbest.

 

Graugußspäne:    Von Kokillenbohrbank wurde zum Reinigen der Kokillen ( Schleuderwalze ) mit altem Quarzsand gemischt und in die auf einem Rollbock liegende Kokille geworfen. Durch die rotierende Drahtbürste wurde die Kokillen-Innenseite ( Bohrung ) von Schlichte, Rost, Asbest, Sand und Albral 2 Resten gesäubert. Anschließend mit Preßluft ausgeblasen und gesäubert. Alles ohne Absaugung und ohne Atemmaske. Starke Staubentwicklung bis in die angrenzenden Hallen zu spüren.

 

Graphit:  Graphitpulver zum Polieren von Nassgußformen, Graphit mit Heizöl als Trennmittel von Modellen.

 

Gußzapfen:  Gußzapfen wurde im heißen Zustand ca. 180 heiß mit Wasserglas eingestrichen. Das Wasserglas blähte sich durch die Hitze auf. Die entstandenen Blasen vom Wasserglas wurden mit einer Raspel glatt geschliffen, starker, glasiger feiner Staub. Man mußte beim Einatmen des Staubes ohne Staubmaske sofort sehr stark Husten, auf der Hautoberfläche entstand starker Juckreiz. Auf das geschliffene –Wasserglas wurde zur Gasdurchlässigkeit ein Gemisch aus Bottropper-Sand, Bentonite und etwas Wasserglas Gemisch aufgestrichen. Auf diese nun Gasdurchlässige Oberfläche wurde nun Blacking – Schwärze mit Spiritus und Asbestmehlgemisch mit einem Handfeger aufgestrichen ( geschwärzt ). An dem Übergang von Zapfen auf Ballen befand sich wie bei CO2 Sandzapfen eine Asbestscheibe.  Der Gußzapfen wurde dann wie eine Kartusche in die dafür vorbereitete Kokille geschoben und mit Stahldeckel gegen herausrutschen gesichert. Der Unterzapfen wurde mit dem Verschlußdeckel Antriebsseite gesichert.

 

Halogenkohlenwasserstoffe:

 

Härter:  Härter von Furanharzsanden Sowie Kohlensäure in CO2 Sanden

 

Heizung: mit Zu Heizungen im Winter gab es nur in alte und Neue Zementformerei ein Umluftgebläse:  Ölheizung später Gasheizung mit Umluftgebläse. Luft wurde aus der Halle angesaugt, erwärmt und wieder in die Halle geblasen. ( wie bei Elektro – Heizung ) Staub, Rauch auch Asbeststaub wurden immer wieder umgewälzt und in die Halle geblasen.

 

Heptachlor:

 

Holzbalken: verbrennen von Holzbalken, Bretter, sowie mit Ölen, Fetten und Farben in I.- Öfen, Pfannen und Blechformen im Winter.

 

Isoprophylalkohol: In Schlichte und Schwärze mit Asbestmehl gemischt.

 

Isoliermatten:   = Mineralwolle bei statischem Guß wurde um die heißen Kokillen gewickelt ( starke Staubentwicklung ), sollte zu schnelles abkühlen des Gußstückes verhindern.

 

Isoprophanol: Schlichte ? wurde von Sicherheitsfachkraft in ca. 1984 verboten.

 

Indeffinite:  Hoher Nickelanteil. Qualität Indef 30, 35, 40, 42 und Mikrolegierungen.

 

Isoliermatten:  Bei Reperaturarbeiten.

 

Kalminex Rohre: Ähnlich wie Glasfaserrohr für Eingußanschnitte, wurden gesägt und geschnitten. Sehr starke Staubentwicklung beim schneiden und später beim Entleeren.

 

Kernkleber:  Kleber von Hüttenes von Buderus ? Zum aufeinander Kleben der Asbestplatte.

 

Kohlenstaub:    Für verbesserte Gasdurchlässigkeit und Verringerung vom anbrennen des Gießmetall am CO2 Sand.   

 

Kristaline Kieselsäure:     ( Miller Schlichte von Manville ),

 

Kieselgur-12-0:     Ersatz für Miller

 

Koks: Brech- und Torfkoks als Heizmittel im Winter für Feuerkörbe und aufheizen von Auflegeplatten ( Sandformerei ).

 

Kopeseal:   Schnüre zum Abdichten von Formen waren Asbesthaltig.

 

Lacke:    Für Fama Estrichewurde Haftgrundierung auf den gereinigten Betonboden gestrichen.

 

Lärm:  Lärmschutz – Einhausungen an „Amaro“ wurde auf Anweisung des Meisters entfernt weil sich die Hitze darunter staute ( dieser Vorgang war Betriebsleitung, Sicherheitsfachkraft bekannt und wurde geduldet ). Gießrohre in der Alten – Halle wurden mit dem Kran in ein Rüttelgestell gelegt und durch Vibration wurde der verbrannte Formsand von Gössel und Gießrohr getrennt. Bei diesem Vorgang gab es einen höllischen Lärm der fast leeren Gießrohre beim aufeinander schlagen der Gießrohre auf Gössel.

 

 Legierungselemente:   Von Stahlguß, Hartguß, Verschleißfester Guß, Ni-Hard-Guß usw.

 

Lunkerpulver:  ( Exotherme Masse ) wurde nach Abguß der Form auf Steiger und Oberzapfen gegeben.

 

Magnesium:   Als Legierungselement  bei Guß

 

Magnesiumchlorid:     Als Schlichtzusatz ( aussehen wie Salz ) Schlichte in Schleuderwalze.

 

Mangan, Molybydän:   Legierungselement / Minerallwolle – Auskleidung Glühkammer. Zur Herstellung von Legierungen in der Metall- und Eisenindustrie.

 

Methylalkohol-Schwärze:   Wurde zum Schwärzen von Formguß Furanharz Schleudergußzapfen benutzt. Unter Sicherheitsfachkraft „Fischer“ verboten. Wurde durch Isopropylalkohol Schlichte ersetzt.

 

Nickel:

Nickelmagnesium:       Als Legierungselement in Qualitäten von Ni-Hard I, II, III, IV sowie in Indef 30, 35, 40 und 42.

 

Natrium:   In Albral 2

 

Natriumcarbonat:        = Soda

 

Nitroverdünnung: In Farben und als Reinigungsmittel von Ölen, Fetten von verunreinigten Maschinenteilen ( z.B. Walzenschleudermaschine ).

 

Öldämpfe: sowie Gase und Dämpfe vom Gießen

 

Oxyd-Haut:  Bei Chromguß wurde durch Albral 2 aufgelöst und mit Schlackebinder abgedeckt.

 

PCB:

 

Petrolium:  und Graphitpulver – Gemisch als Trennmittel von Modellen.

 

Phosphor: Legierungselement

Phosphorwasserstoff:

 

 

 

Quarz:   Feiner und grober Quarzsand als Formsand. Alter Quarzsand wurde zum Reinigen der Kokille mit Drahtbürste-Gestell in die Kokille geworfen – keine Absauganlage und kein Atemschutz vorhanden.

 

Red.-Rollen:    Schleuderguß beschrieben in BK-Anzeige.

 

Rinnenschlichte weiß:   Mit Asbestfaser wurde mit Svenska – Kitt und Blacking ( Schwärze ) gemischt ( sehr Temperaturbeständig ) Einsatz per Red.-Rollen und Schleuderwalzen.

 

Schlichte: Überzugsstoff für Frormsande schwarz und weiß, Schlichte die verboten wurde ist Anfang der 70er Jahre hergestellt worden. Vermutlich kam diese aus Holland. 4 – Methyl – 2 oder Ethylalkhol Schlichte.

 

Salzsäure-Flocken:   Bei Fama Estrichen wurden in einem Edelstahlfass in Wasser aufgelöst.

 

Schwärze:  Zum schwärzen der Schleudergusskokillen mit Isoprophylalkohol-Schwärze wurde diese mit Asbestmehl gemischt. Die Kokillen wurden im heißen Zustand ca. 180 Grad  ( siehe BG – Anzeige ) in einer Grube senkrecht hängend in einer höhe von ca. 80 cm über dem Grubenboden mit der darunter stehenden Schwärze geschwärzt. Beim schwärzen tauchte man an einer ca. 3 m langen Stange befestigten Quast ( Pinsel ) in die darunter stehenden Schwärze – Fässer mit sich immer wiederholten Auf- und Abbewegen in starker Rumpfbeugehaltung wurde die Schwärze auf die CO2 Sande aufgetragen ( gestrichen ).

Man stand also mit dem Oberkörper direkt über den heißen Kokillen, mußte zwangsläufig die starken Alkohol- oder Spiritusdämpfe einatmen, die aus der Kokille aufstiegen und weil man ja den Schwärzeablauf beobachten mußte. Absauganlage und Atemmaske gab es ja nicht. Man versuchte diesen Gestank der Dämpfe mit Preßluft fort zu blasen -–funktionierte aber nicht.

Später wurde dann eine Absauganlage mit mäßigem Erfolg gebaut ( siehe BG – Anzeige, bitte mit verwenden ). Bei dieser Arbeitsweise war nicht nur Gestank sondern auch Hitze und Staub angesagt. Aber den Äußerungen des Betriebsleiters Herrn P..... hatten wir ja doch nur einen Inteligenz-Quotient von unter von einem Hausschwein ! Also war ihm das doch Scheißegal was mit uns passierte. Auch der Spruch vom Arbeiten mit Asbest, dazu sagte er: „in der ehemaligen DDR hätte man damit kein Problem gehabt, weil man nur ältere Arbeitnehmer dazu einsetze“. Hierauf wurde ihm erwidert: „warum er denn nicht drüben geblieben sei, wo doch alles besser gewesen war, anstatt sich mit Steuergeldern freikaufen zu lassen“.

 

Soda:  Zum Entschwefeln.

 

Styropor:   Als verlorene Kerne und Anschnitte wurden mit Brennspiritus abgefackelt.

 

Silizium:     In Verbindung mit Kohlenstoff verlangsamte Abkühlung.

 

Schwefelstein:   Unmagnetisch

 

Schlackebinder:           Name nicht mehr bekannt.

 

Svenska-Silika:  -Auskleidungen in I.-Ofen wurde auch in E.-Ofen verwendet.

 

Svenska-Kitt:  Zum ausbessern von Ofenrinnen verwendet. Svenska-Kitt:  Wurde in Verbindung mit  Asbesthaltiger weisser Masse und Blacking-Schwärze als Rinnenschwärze bei Schleuderwalzen und Red.-Rollen verwendet. Abstiche auf Soda Entschwefeln Abstiche auf Schwefel. Brennspiritus.

 

Silikasteine:   Wurden ohne entsprechende Absauganlage bis zu ca. 1975 auf mit Trockenschneidemaschine geschnitten / starke Silikastaubentwicklung - .

 

Svenskasilikasteine:    Wurden beim ausbrechen der Öfen ( I. und E.- Öfen ) ohne entsprechende Absaugung durch geführt. Starke Staub- und Asbeststaubbelastung. Nach dem Ausbrechen der I.- Ofen wurden diese mittels Eisenrohr und Preßluftzufuhr auch ausgeblasen und von Silika- und Asbeststäuben gereinigt. Die Schmelzhalle war durch diesen Vorgang bis in die letzte Ritze mit Staub durchzogen. Von diesen abgesetzten Stäuben hatte man die ganze Woche etwas, denn diese wurden mit anderen Stäuben die ganze Woche über, immer wieder mit Preßluft von Aggregaten, Öfen,Maschinen und Kranen in die Schleuderhalle geblasen. Zu diesen Stäuben kamen dann auch noch Gießgase, Schmelzgase, Öldämpfe, Sodastäube, Asbeststäube, Zementstäube, Koksgase, Furanharzdämpfe, Hitze und Kälte im Winter hinzu.

 

Talkum:   Als Modell und Sandtrennmittel

 

Tellur:   Als Legierungselement – Spiegeleffekt, als Zusatz im Eisen – sollte weißere Gußoberfläche beim Hartguß geben.

 

Titan:  Legierungselement

 

Teerpapier oder Teerpaape: wurde zwischen jedem dritten Dolomitstein, Schamottstein oder Silkastein als Dehnungsfuge bei E.-Ofen-Deckel und Wand ausmauerung eingebaut. Beim ersten Anfahren ( einschalten ) des E.-Ofens wurden durch den Schmelzvorgang und zunehmender Hitze, die Pappe verbrannt und setzte giftige Dämpfe und stinkenden gelb – grünen Qualm frei. Die Schmelzhalle war stundenlang davon durchzogen

 

Trennscheibe:  Arbeiten mit Trennscheibe ( Flex mit Preßluftantrieb ) wurde beim Walzenputzen benutzt. Hierbei wurden Anschnitte, Grate am Unter- und Oberzapfen abgeschnitten. Vererzter Sand am Ballenübergang zwischen Unter- und Oberzapfen und die darunter liegende Asbestplatte wurde mit Flex herausgetrennt. Unterzapfen und Oberzapfen mit Restschwärze oder Schlichte mit Asbestmehl, Albral 2, Lunkerpulver und Quarzsanden mit Drahtbürste, Flexscheibe oder Schleifscheibe gesäubert und mit Preßluft abgeblasen. An der Unterseite vom Unterzapfen wurde bei Schleuderstange oder kleinen Schleuderwalzen Grate und Asbestscheiben, wenn noch vorhanden, mußte säuberlich abgeschliffen werden, wegen der Kennzeichnung und Beschriftung der Walzen und Stangen. Es wurde je nach Durchmesser und Länge bis zu 8 bis 10 Schleuderwalzen pro Schicht geputzt.    

 

Trichlorethen (Tri) :  Als Kaltreiniger bei „Amaro“ Schleudergußmaschinen eingesetzt und bei Ölverschmutzungen, vor Estricharbeiten in Werk I,als Reinigungsmittel zur Rissprüfung – Mett-l-chek, in der Schlosserei als Reinigungsmittel bei ölverschmutzten Maschinenteilen.

 

U:

 

Vanadium: Legierungsmetall

 

Verpackungsmaterial: Verpackungsmaterial ( auch vom Magazin ) von Papiertüten, alten Zementsäcken, Kunststoffe wie Folien, Styropor, altes Holz, Alte Modelle wurde in Schlackekübel, Dreckkasten von Entleerern oder Pfanne und Öfen abgebrannt. Giftigen Dämpfen und Gasen wurden wir auf diese Weise immer wieder zusätzlich noch ausgesetzt. Der Qualm und Gestank war manchmal tagelang in der Halle zu spüren. Kunststoffe, Holz, Einwegpaletten, Styropor, alte Lappen mit Öl  welche unter dem entleerten Sand lag und sich entzündete, ließ sich auch mit Wasser so gut wie garnicht löschen.

 

Walzenschleudergußmaschine ( Amaro ):   Fette, Öle, Hydrauliköle flossen durch erhitzen in den Keller, wo diesesich oft durch glühende Spritzkugeln entzündeten ( schwarzer stinkender Qualm ). Fette, Öle und Hydrauliköle vom abschmieren der Rollen, Fette im Rollenlager und Antriebsmotor wurden durch die zum Teil rotglühenden Kokillen, langer Laufzeit ( Kaltezeit  nach Stoppuhr bis zu ca. 70 – 80 Min. ) zum verdampfen gebracht und mittels Preßluft auf die Laufrollen in der ganzen Halle verteilt. Hinzu kamen noch Gießgase, Stäube, Dämpfe von Albral 2 und SAF, Karbitgestank von Ferro-Legierungen und Hitze. Desweiteren kamen noch die reizenden Gase vom Abguß der Furanharzformen.                               

 

Wasserglas:  Bei Wasserglas – Handelsname: Carsil, Solosil, Nuclepon alle Typen. Von Foseco Anschrift auf Sicherheitsdatenblatt vom 12.06.1990. Bei Wasserglas ist noch zu berichten das dieses auch früher von einem anderen Hersteller bezogen wurde. ( Aussehen des Wasserglas war dunkelbraun und hatte einen anderen Geruch beim verarbeiten. Bei niedrigen Außentemperaturen oder im Winter wurde das Wasserglas im Faß durch erwärmen mit Feuerkorb flüssig gemacht. Wasserglasfarbe heute weißglasig.

 

                                                                                                                       

Wolfram:  Legierungselement

 

X:

 

Y:

 

Zement:    Formsand ( Quarzsand mit Zementsand als Binder

 

Zirkonschlichte:  Ersatz für Millerschlichte wurde mit französischer Schlichte oder  Celite J 2 und Bentonite Gemisch angesetzt bei Red.-Rollen.

 

Zirkonschlichte:  bei Sandguß ( Formguß )  

                                                                                                

Desweiteren sollte erwähnt werden das im Jahre 1989 in der E-Halle ein Trafo kaputt gegangen ist – kleiner E-Ofen explodiert  ( Ursache vermutlich nasser Schrott – nicht mehr nachvollziehbar ) und in ca. 1995 ist ein Trafo explodiert. Ob diese Vorgänge korrekt abgewickelt wurden ist sehr zu bezweifeln – wahrscheinlich ist kein Vorfall nicht bei der BG angezeigt bzw. auch die hierbei entstandenen Gifte wurden auch nicht wie vorgeschrieben richtig entsorgt.

 

Desweiteren ist es von großer Bedeutung das die vorher beschriebenen Gifte in Form von Sanden und Schlacke auf der Haus eigenen Deponie auch noch heute zusammen mit einer weiteren Gießerei entsorgt werden. Die erste Deponie ist bereits geschlossen und verfüllt. Ob diese richtig versiegelt und abgdichtet wurde ist uns nicht bekannt.

 

Alle Mitarbeiter aus der Schleuderguß-Abteilung sind schwerhörig, scheuen aber den langen Weg des Anerkennungsverfahrens. Die Namen sind der Redaktion alle bekannt.

 

 

 

[Ermittlung und Beurteilung]

 

 

Endlich 2010 Rauchfrei

 

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