Berufskrankheiten-GeschehenQuelle: www.dguv.de- Im Bereich der UV der gewerblichen Wirtschaft, der UV der öffentlichen Hand sowie der Schüler-UV ist die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit 2008 gegenüber dem Vorjahr um -0,7 % auf 60.736 gesunken. Jede Verdachtsanzeige löst ein Feststellungsverfahren aus.
- Im Jahre 2008 wurden 59.468 Verfahren abgeschlossen. In 12.972 dieser Fälle wurde das Vorliegen einer Berufskrankheit anerkannt (- 3,1 %) und dabei in 4.312 Fällen auch eine Rente gewährt (+ 4,6 %). In weiteren 10.056 Fällen (- 2,2%) wurde zwar die berufliche Verursachung der Erkrankung festgestellt, die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für die Anerkennung als Berufskrankheit im juristischen Sinne waren jedoch nicht erfüllt. Hierbei kann es sich z.B. bei Hauterkrankungen um die Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit handeln. Dennoch werden in diesen Fällen ggf. im Rahmen von § 3 BKV Leistungen zur Individualprävention bzw. zur medizinischen Rehabilitation erbracht. In 38,7% der 2008 abgeschlossenen Feststellungsverfahren wurde die berufliche Verursachung der Erkrankung bestätigt (23.028 Fälle). In den übrigen 36.440 Fällen (+ 1,3%) hat sich der Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit nicht bestätigt, weil entweder keine entsprechende Gefährdung am Arbeitsplatz nachgewiesen oder kein Zusammenhang zwischen einer solchen Schädigung und der Erkrankung festgestellt werden konnte
- Daneben waren im Berichtsjahr 2.391 Todesfälle infolge einer Berufskrankheit zu verzeichnen - überwiegend aufgrund von anorganischen Stäuuben, insbesondere Asbest.
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Vorläufige Unfall- und Berufskrankheitenzahlen 2008 Die vorläufigen Unfall- und Berufskrankheitenzahlen 2008 für den Bereich der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand sowie für die Schüler-Unfallversicherung stehen ab sofort zur Verfügung. Mehr hier: Zahlen und Fakten zur DGUV Seit dem 01.06.2007 werden die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen und Gemeindeunfallversicherungsverbände von dem gemeinsamen Spitzenverband "Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)" vertreten. Hier finden Sie einen Überblick zu Ausmaß und aktueller Entwicklung zentraler Kennzahlen. Zu jedem der aufgeführten Teilbereiche finden Sie Kernaussagen und Tabellen Vorläufige Unfall- und Berufskrankheitenzahlen 2008 Versicherte und Unternehmen/Einrichtungen Arbeits- und Wegeunfälle Unfälle in der Schüler-Unfallversicherung Berufskrankheiten-Geschehen Entschädigungsleistungen Prävention Begriffe aus der DGUV-Statistik
Beiträge zur Umlage der Berufsgenossenschaft sinken Beiträge sinken weiter Schon im vergangenen Jahr konnten die Beitragsfüße zur Berechnung der Umlagen 2006 abgesenkt werden. Auch die Beitragsfüße für das Umlagejahr 2007 fallen: Umlage der BG = 5,70 (2006 = 5,85) Umlage Lastenausgleich = 1,24 (2006 = 1,34) Umlage Insolvenzgeld = 0,97 (2006 = 1,32) Lesen Sie Bitte mehr hierzu: Auch bei der Hütten- und Walzwerks-Berufsgenossenschaft (HWBG) werden die Beiträge 2007 gegenüber 2006 sinken.
Zahl der tödlichen Arbeits- und Wegeunfälle sinkt 2008 erneut Berufsgenossenschaften und Unfallkassen geben vorläufige Zahlen bekannt Die Zahl der tödlichen Arbeits- und Wegeunfälle hat im vergangenen Jahr einen neuen Tiefststand erreicht. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und der Unfallkassen hervor, die ihrem Spitzenverband, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) vorliegen. Danach kamen insgesamt 1.046 Menschen bei der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit ums Leben - 76 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle lag bei 981.382, die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle bei 176.329. Die Schüler-Unfallversicherung verzeichnete 1.324.440 Schulunfälle und 117.841 Schulwegunfälle. "Die gute Konjunktur im vergangenen Jahr hat damit auch Spuren in der Unfallstatistik hinterlassen", kommentiert DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer die Zahlen. Was das für die Sicherheit am Arbeitsplatz bedeute, könne man allerdings erst beurteilen, wenn die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden abschließend ermittelt sei. Meldepflichtig sind Unfälle dann, wenn sie zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder zum Tod führen. Weiter gesunken ist die Zahl der neuen Renten für Arbeits- und Wegeunfälle. Sie liegt bei insgesamt 22.405 und damit um 4 Prozent niedriger als 2007. Breuer: "Wir gehen daher davon aus, dass die Beitragsbelastung für 2008 insgesamt stabil geblieben ist." Den Durchschnittsbeitragssatz, Zahlen zum Unfallrisiko und zu Berufskrankheiten für das vergangene Jahr gibt die Unfallversicherung im Sommer bekannt, wenn ihre endgültigen Geschäfts- und Rechnungsergebnisse vorliegen. Mehr meldepflichtige Unfälle in Schulen Als Träger der Schülerunfallversicherung verzeichneten Unfallkassen und Gemeindeunfallversicherungsverbände 1.324.440 Unfälle beim Besuch von Kindertagesbetreuung, von allgemein bildenden und Berufsschulen sowie Hochschulen - ein Plus von rund 3 Prozent gegenüber 2007. Die Zahl der Schulwegunfälle stieg ebenfalls um knapp 3 Prozent auf 117.841. Meldepflichtig sind Unfälle in der Schüler-Unfallversicherung, wenn sie einen Arztbesuch nach sich ziehen. Breuer: "Ob mit dieser Zunahme auch ein gestiegenes Risiko verbunden ist, können wir noch nicht beurteilen, da derzeit noch keine Zahlen zu Veränderungen bei den Versicherten vorliegen." Die Unfallversicherung unterstütze Bildungseinrichtungen in der Prävention - zum Beispiel mit Projekten, um das Schulklima zu verbessern oder Gewalt vorzubeugen. Die Zahl der tödlichen Unfälle in der Schüler-Unfallversicherung nahm zu. Insgesamt 78 Versicherte verloren 2008 ihr Leben, 11 beim Besuch der Bildungseinrichtung, 67 auf dem Weg dorthin. Die Zahl der neuen Unfallrenten sank dagegen auf einen neuen Tiefststand. Sie lag im vergangenen Jahr bei 1.064 neuen Renten. 31.03.2009 Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) PressestelleTel.: 030 288763-768Fax: 030 288763-771E-Mail: presse@dguv.de |