Asbest / Asbestose

 

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Nachgehende Vorsorgeuntersuchung wegen Asbstose

 


Berufskrankheitenmerkblätter

 

Merkblatt zur BK Nr 4103: Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankung der Pleura

 

Merkblatt zur BK Nr. 4104: Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs

 

Merkblatt zur BK Nr 4105: Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells,     des Bauchfells oder des Pericards

 


 

 

Die Asbesterkrankungen d.h. die Asbestose und die Asbestkrebserkrankungen, stellen offenbar den gefährlichsten Teil der Berufskrankheiten in Deutschland und wohl auch international.

An der Asbestose, d.h. an der Lungenasbestose, kann der Betroffene ersticken.

Warum die statistische Kurve der anerkannten Asbestosen bzw. Lungenasbestosen Anfang der 90iger Jahre einbricht, obwohl die Spitze der Fallzahlen in 2015 erwartet wird, müssen die Berufsgenossenschaften erklären.

Mehr unter: Asbestose - Asbesterkrankungen die ausführliche Website mit sehr vielen rechtlichen Infos und Hintergründe

von den Rechtsanwälten Battenstein und Battenstein in Düsseldorf.

www.asbestose.de

www.battenstein.com/rechtsanwaltskanzlei.htm

 

Asbestose der Lunge

European Conference on Asbestos
Rome, 04. – 06.12.2006
In the frame of the EU – LIFE Project
....hier klicken

 


 

 

Sie finden die Erklärungen zu der Asbestose unter der Erkärungen zu der Staublunge:

www.lungenaerzte-im-netz.de/lin/linkrankheit/show.php3?p=4&id=101&nodeid=22#

 

Ausführliche Erklärung zur Asbestose (www.asbestopfer.ch)

Brustfelltumoren (Pleuramesotheliome)

Risikofaktor Asbest

 

Mesotheliom - Selbsthilfe Berlin

www.mesotheliom-selbsthilfe.de

 

Anschauliche Videoclips:

Symptome des Mesothelioms

Symtome, Diagnose des Mesotheliom

Mesotheliom Krebs

Symptome des Mesothelioms

Mesotheliomclip aus England

Asthma Bronchiale und COPD

Was ist Asthma?

Akuter Asthmaanfall

Akuter Asthmaanfall Teil II

Asbest der Todesstaub vom 9.11

Asbest Gefahr

Asbest-Sorge

Asbeststaub beim Brand eines Fabrikgebäudes

 

 

Pathologische Befunde der Lunge:

Mesotheliom, Pathologische Untersuchung

Asthma, Pathologische Untersuchung

Detailierte medizinische Infos der Atemwege und deren Erkrankungsformen

 

 

www.asbesterkrankungen.de

 

 


 

Asbestverbrauch und Hintergrund:

Asbestbetroffene in der Bundesrepublik Deutschland

Asbest bis zu 20.000 Tode befürchtet

Droht in Deutschland eine Mesotheliom-Epedemie?

Asbestverursachte Berufserkrankungen in Deutschland        Entstehung und Prognose

Asbest

Krebserzeugende Stoffe am Beispiel Asbest

Mesotheliumerkrankung im Grenzbereich

Leitfaden (der EU) zu asbestbezogenen Risiken bei Arbeiten mit Asbest im Zusammenhang mit Asbest für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Aufsichtspersonen

 

 


 

Asbestose-Vergleichswerte Europa, USA und Dokumentation von Asbest, und deren Erkrankungsformen von Asthma-Bronchiale, COPD und Asbestose (Mesotheliom)

 

hierzu habe ich anschauliche Film-Clips zur Dokumentation veröffentlicht.

In diesem Zusammenhang bedanken wir uns für die freundlichen Unterstützung von
 www.youtube.com
für die Genehmigung zur Verlinkung der folgenden Clips auf meiner Website.

 

Werbefim der Herstellerfirma Firma Manville von USA

The History of Asbestos - Brent Coon & Associates Attorneys

Anwendung von Asbest aus den 50er und 60er - USA

Zahlen für die USA die für sich sprechen!!!

Asbesttote in USA

Kann ein Haus Asbestverseucht sein?

NEW Yorks Asbestkatastrophe

New Yorks Katastrophe Teil 2

 


 

Hinweis zu der Kausalität (Belastung) von 25 Asbestfaserjahren

 

Der Hinweis, dass man erst 25 Jahre mit Asbest gearbeitet haben muss, damit man an Asbestose erkranken kann, bzw. dann diese Erkrankung auch als Berufserkrankung seitens der BG anerkennen kann stimmt eindeutig nicht.

Siehe hierzu bitte die Ausführungen von Herrn RA Battenstein unter: Arsen und Asbest

http://www.arbeitsunfall.de/berufskrankheiten-arsen-asbest.htm

 

1 Mikrofaser Asbest reicht aus um eine Asbestose auszulösen. Diese Aussage haben mittlerweile mehrere anerkannte Gutachter uns auch bestätigt.

 

Insofern man jemals mit Asbest gearbeitet hat, sitzt man quasi immer auf einem Pulverfass mit Sprengstoff, der zu jedem Zeitpunkt explodieren kann, bis die Krankheit zum Ausbruch kommt.

 

Besonderer Hinweis zu den in dieser Rubrik veröffentlichten Statistiken

Die Hochrechnungen von Fachärzten, Berufsgenossenschaften  ect. hinsichtlich der Anzahl der Betroffenen Arbeitnehmer die an Asbestose erkranken oder gar sterben werden, darf und muss bezweifelt werden.

Auf der Grundlage dass kein einziges Unternehmen sämtliche Arbeitnehmer  bei der zuständigen Meldestelle der ZAS gemeldet haben, die direkt oder indirekt mit Asbest gearbeitet haben oder in Berührung gekommen sind, dürfte die Anzahl der Betroffenen und deren Auswirkungen mit Todesopfer um ein vielfaches höher ausfallen.

Ebenso ist das Risiko an Asbestose zu erkranken um ein vielfaches höher. Diese Statistik stimmt eindeutig nicht und das Risiko wird auch vom Staat nur verharmlost. “Unter dem Motto welches Brot ich ess, dessen Lied ich sing.” Auch der Staat entzieht sich immer noch dieser Verantwortung und hilft dabei dass diese Kosten auf die Krankenkassen, Pflegeversicherung und betroffenen Familien abgewälzt werden. Der Arbeitnehmer (als Betroffener) zahlt somit den Schaden den die Industrie verursacht hat, obwohl die Gesetzliche Unfallversicherung hier in der Pflicht steht.

Der Arbeitgeberverband versucht, obwohl die Unternehmer die Kostenexplosion bei den Krankenkassen, Rentenkassen und Pflegekassen mit verursachen, uns doppelt zu bestrafen, indem Sie dann zusammen mit der Bundesregierung diesbezüglich auf zu hohe Kosten bezüglich der Krankenbeitäge, Pflegebeiträge und Rentenvericherung hin weisen und zu begründen. Um anschließend dann weitere Kürzungen bei den Renten und weiteren Anspruchs kürzungen bei den Krankenkassen und den kranken Anspruchstellern vor zu nehmen. Ich nenne das Ausbeutung pur und Verrat an den Arbeitnehmern die einem zuvor erst die Millionen Erträge verdient haben. Raffgier und keine Soziale Verantwortung.

Hätte man sich klar und eindeutig an die gesetzlichen Vorschriften (BG an die Arbeitgeber von 1972) gehalten, indem man sofort in Atemschutz und geeignete Absaugvorrichtungen oder auch Einhausungen von Werkzeugmaschinen investiert hätte, und die eindeutigen Schutzvorschiften durch die Betriebsräte, Sicherheitsfachkräfte, Technischen Aufsichtsdienst der Maschinenbau- und Metall BG und der Betriebsärzte überwacht und beaufsichtigt, dann wären die vielen Asbestopfer nach dem Jahrgang 1973 (Eintritt ins Berufsleben) nicht zu beklagen und wir wären mit unseren Familien verschont geblieben. Aber jetzt im Nachhinein immer noch nicht zu der Verantwortung stehen und weiterhin mit allen legalen/illegalen Tricks seine Fehler und sein Versagen auf diesem Gebiet auf hohem Niveau leugnen - welch eine große Tat.  Man macht die Sache nicht besser - sondern  man setzt sich und seiner Firma für die Ewigkeit ein negatives Denkmal. Warum steht ihr hier nicht zu diesen Fehlern und versucht den Schaden für die Opfer mit deren Angehörigen zu begrenzen und wieder gut zu machen?

Habt ihr nicht auch eigene Familien und Kinder?

Ich hätte nie gedacht, dass Menschen so eiskalt und derart unsozial sein können. Ist das die moderne Gewinnmaximierung der Manager nach dem zweiten Weltkrieg, wo ebenfalls die Wahrheit  von den Opfern des zweiten Weltkrieges geleugnet wurde - und der Gesamtschaden den man mit/verursacht hat, so geregelt wurde, dass nur die anderen (Generationen) bezahlen müssen- Hauptsache die eigene Kasse stimmt? Man spricht ja heute noch von dem Aufbauwunder.

Die Firma hat viel für die Gemeinde getan ja, aber auch sehr viel Elend in die Familien gebracht und enorme Kosten für die Kranken-, und Sozialkassen.

 

Auch Spenden für den Kölner Dom (Neues Südquerhausfenster) oder gar Aachener Dom von diesen Unternehmern machen diese unsozialen Machenschaften nicht weg und ungeschehen. Freikaufen oder gar ein ehrenwertes Denkmal setzen kann man sich so freilich nicht.

 

 

 

 


 

Sendung vom 25.Juni 2009

Todesgefahr Asbest: Neue Kranke durch das alte Gift

Ein Wohngebiet im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, Frühjahr 2009. Arbeiter reißen ein altes Badezimmer heraus, der Schutt wird in einem Container vor dem Haus gelagert, als sei es harmloser Staub. Schutzvorkehrungen gibt es keine. Dabei enthält der Fliesenkleber nach Panorama-Recherchen das hochgefährliche Material Asbest. Und das ist keine Ausnahme: Panorama - Stichproben haben ergeben, dass trotz aller Aufklärungskampagnen der krebserzeugende Stoff noch in vielen Häusern zu finden ist und bei der Entsorgung viele Menschen verseuchen kann.

Dabei sind die tödlichen Gefahren lange bekannt: Die Herstellung und Verwendung von Asbest sind in Deutschland seit 1993 verboten. Schon das Einatmen weniger Asbestfasern kann Jahre später zu Rippenfell- oder Lungenkrebs führen. Die Überlebenschancen sind minimal. Allein in Deutschland starben in den letzten 30 Jahren über 20.000 Menschen an den Folgen einer Asbesterkrankung.

Dennoch werden seit 1993 jedes Jahr neue Menschen verseucht. Und auch von ihnen werden viele sterben. Bei der Sanierung von asbestverseuchten Gebäuden wird weiter geschlampt. Städte und Länder kontrollieren immer weniger. Das Personal hierfür wurde gekürzt. Das Thema wird tot geschwiegen. Mit fatalen Folgen für Anwohner und Arbeiter. Panorama über eine tickende Zeitbombe.

 

Zum Filmbeitrag

Zu dem Beitrag: Todesgefahr Asbest: Neue Kranke durch das alte Gift

 

 


Suva sucht in Italien nach Asbest-Opfern

Die Suva sucht in Italien nach Personen, die bei der Arbeit in der Schweiz Asbest ausgesetzt waren und deshalb an Berufskrankheiten leiden könnten. Diese Italiener sollen ihre Ansprüche auf Vorsorgeuntersuchungen und Suva-Leistungen geltend machen können.

Mehr hier........    

 

Spiegel-Online vom 06.April 2009

ASBEST-VERDACHT

China nimmt deutsches Babypuder vom Markt

Produktskandale gibt es in China häufig. Doch diesmal steht eine deutsche Marke im Fadenkreuz: Wegen Verdacht auf Krebsgefahr hat China Babypuder der Firma Mapa für den Handel gesperrt.

Weitere Infos hier: Asbest Verdacht beim Babypuder

Spiegel-Online vom 06.April 2009

 

 

“Nuk”-Babypuder soll krebserregende Substanzen enthalten

6. April 2009

Ein Babypuder der deutschen Marke “Nuk”, das in China vertrieben wird, soll eine krebserregende Substanz enthalten. Wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, hat China Ermittlungen eingeleitet und hält das Puder währenddessen vom Markt zurück.

Etwa 11,6 Tonnen halbfertiges Puder seien zwischen März 2008 und März 2009 von Korea aus nach China importiert worden. Die Mapa GmbH in Zeven teilte mit, dass ihre deutschen “Nuk”-Produkte nicht betroffen seien. Geschäftsführer Michael Frankenstein sagte, wenn sich Urlauber privat Babypuder aus China mitgebracht hätten, könne es aber zu Verwechslungen kommen.

 

 


 

 

Toxische Miniröhrchen – Asbest-Erkrankungen durch Nanotechnologie

Mittwoch, 21. Mai 2008

Edinburgh – Nanotubuli, mikroskopisch kleine Röhrchen, gelten als Hoffnungsträger einer neuen Technologie des 21. Jahrhundert. Doch einige Forscher erinnert das Aussehen dieser Wunder der Miniaturisierung sehr an eine der größten industriellen Fehlentwicklungen des 20. Jahrhunderts, nämlich an Asbestfasern.

Zum Beitrag

 

 

 

Post ruft Thermoskannen zurück

(ARD-Videotext, Seite 545 - Freitag, 01.Febr. 2008)

Eigentlich sollten sie ein Dankeschön sein der Post für gute Arbeit von Zustellern und Fahrern in ihrem Briefzentrum Frankfurt sein - doch jetzt muss das Unternehmen 3.000 verschenkte Thermoskannen zurückrufen. Sie enthalten als Isoliermaterial krebserregendes Asbest.

Arbeitsschutzexperten haben die Kannen untersucht und Alarm geschlagen. In Deutschland ist es verboten, asbesthaltige Produkte herzustellen oder zu verbreiten.  Möglicherweise kommen die Kannen aus China. Der Sprecher betonte, solange sie unbeschädigt seien, bestehe keine Gesundheitsgefahr.

 

 

 

Öfen asbesthaltig:

Hauskaufvertrag ungültig

 

(Siegener-Zeitung v. 28.Januar 2003)

dpa Koblenz. Der Kaufvertrag über ein Hausgrundstück kann angefochten werden, wenn die Nachtspeicheröfen entgegen den Angaben der Verkäufer asbesthaltig sind. Dies entschied kürzlich das Koblenzer Oberlandesgericht (OLG). Danach gilt dies selbst dann, wenn in dem notariellen Kaufvertrag alle Gewährleistungsansprüche ausdrücklich ausgeschlossen wurden. Angesichts der Gesundheitsgefahren, die von asbesthaltigen Materialen ausgingen, und der ausdrücklichen Zusicherung sei in diesem Fall eine Haftung der Verkäufer gegeben (Az.: 5 U 1566/00).

Das Gericht hob mit seinem Urteil eine anders lautende Entscheidung des Landgerichts Koblenz auf und gab der Schadensersatzklage der Käufer eines Wohnhauses statt. Die Verkäufer hatten den Klägern ausdrücklich zugesichert, die Nachtspeicheröfen des Hauses seien “neu - ohne Asbest”. Ein Gutachter stellte fest, dass dies nicht der Fall war.

 

 

 

Asbesterkrankungen

( Veröffentl. v. d. Berufsgenossenschaft f. Fahrzeughaltung am 01.2003)

Ende des Jahres schlugen Unternehmen und Privatversicherer in den USA, aber auch in anderen Industriestaaten Alarm: Die Kosten durch die Asbestproblematik erreichen nach Angaben der Unternehmen ein existenzbedrohendes Ausmaß.

Im Gegensatz zu den USA müssen die Betroffenen in Deutschland nicht befürchten, dass Ihnen nach Anerkennung der beruflichen Verursachung eine gerechte Entschädigung versagt wird oder die Untwernehmen in den Ruin getrieben werden. Im Gegensatz zu hohen Einmalzahlungen wie in den USA verteilt sich die Belastung in Deutschland durch laufende Rentenzahlungen auf viele Jahre und die wirtschaftliche Belastung wird über die Berufsgenossenschaften von allen Unternehmen einer Branche getragen.

Allerdings hat die Asbestproblematik auch in Deutschland katastrophale Auswirkungen. 931 Todesfälle in Folge Asbest-verursachter Berufskrankheiten verzeichneten die Berufsgenossenschaften allein im Jahr 2001, seit 1980 waren es insgesamt 11.000.

Für die medizinische Versorgung und die finanzielle Entschädigung der Betroffenen und Hinterbliebenen lagen die Aufwendungen 2001 bei 290 Millionen Euro. Und die Prognosen sind nicht günstig, das Maximum der Fallzahlen wird erst zwischen 2005 und 2015 erwartet. Diese Einschätzung basiert auf den Daten für den Asbestverbrauch in Deutschland, der in den 70er Jahren seinen höchsten Stand erreichte. Seit 1993 ist die Verwendung von Asbest völlig verboten. Ein großer Teil der Asbesterkrankungen werden in den Metall verarbeitenden Berufen und in der chemischen Industrie konstatiert. Die BGF verzeichneten im letzten Jahr 71 Anzeigen auf Verdacht einer asbestbedingten Erkrankung, in 31 Fällen wurde eine berufsbedingte Erkrankung anerkannt. (HVBG/BGF)

 

 

 

Therapieerfolge bei Lungenfellkrebs

( ARD-Videotext Seite 546 vom 26.Juli 2002 )

Mit der Überwärmung des Körpers und einer kombinierten Chemotherapie haben Wissenschaftler der Universität Lübeck mit asbestbedingtem Lungenfellkrebs erfolgreich behandelt.

“76 Prozent der Patienten haben von der neuen Therapie profitiert”, sagt die Studienleiterin Bakhshanden-Bath, ihre Umwelt über optische Sensoren.

Die 25 behandelten Krebskranken hätten Lebenszeit und Lebensqualität gewonnen, seien belastbarer gewesen und hätten weniger Schmerzen gehabt.

Bislang gebe es jedoch keine Therapie, die den asbestbedingten Lungenfellkrebs heilen könne,

 

 

 

Asbest wird EU-weit verboten

( Siegener Zeitung vom 04.Juni 2002 )

dpa. Luxemburg. Arbeitnehmer werden künftig in Europa vor Tätigkeiten mit Krebs erregendem Asbest geschützt. Der für Arbeit und Soziales zuständige EU-Ministerrat einigte sich gestern in Luxemburg darauf, jegliche Tätigkeit zu verbieten, die Beschäftigte in Kontakt mit dem giftigen Material bringt. Ausnahmen sind nach Angaben aus Delegationskreisen unter strikter Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen nur noch bei der Beseitigung von Asbest im Rahmen von Abbruch- oder Sanierungsarbeiten erlaubt. Als nächstes wird sich das Europäische Parlament mit dem Thema beschäftigen. In fast allen Ländern der Europäischen Union ist die Produktion von Asbest bereits verboten.

 

 

 

EU-weites Asbest-Verbot beschlossen

( ARD-Videotxt / Seite 129 vom 03.Juni 2002 )

Millionen von Nicht-EU-Bürgern sollen in der EU mehr Gleichberechtigung im Bereich der sozialen Sicherheit bekommen. Dafür sprach sich der zuständige Ministerrat in Luxemburg aus.

Danach könnten etwa türkische Arbeitnehmer aus der BRD ihre dort erworbenen Rentenansprüche nach einem arbeitsbedingten Umzug in die Niederlande mitnehmen.

Das EU-Gremium verständigte sich zudem darauf, Arbeitnehmer künftig vor krebserregenden Asbest zu schützen. Es solle jede Aktivität untersagt werden, die Beschäftigte in Kontakt mit dem giftigen Material bringen kann.

 

 

 

Neues Institut für Pathologie

( Videotext  WDR 3 /Seite 120  vom 23.Jan.2002 )

Bochum: Auf dem Gelände der Bochumer Universitätsklinik entsteht ein neues Institut für Pathologie. In dem Neubau sollen Ende 2003 die Institute der Universität und der Berufsgenossenschaftlichen Kliniken zusammengelegt werden.

 

Der Bau kostet zwölf Millionen EURO. Dort können jährlich 600 Obduktionen vorgenommen werden, so die Universität.

Wissenschaftlicher Schwerpunkt des neuen Instituts sind Erkrankungen der Lunge und des Magen-Darm-Traktes.

 

 

 

Asbest: Spätfolgen langsam erkennbar”

( Videotext WDR Seite 115 vom 02.August 2001 )

Köln: Asbest hat bei tausenden von Arbeitnehmern in Deutschland zu schwerwiegenden Krankheiten geführt. Nach Angaben der Berufsgenossenschaften starben im vergangenen Jahr rund 950 Menschen an Asbest-Folgekrankheiten.

Der Höhepunkt der Erkrankungen wird in den Jahren bis 2010 erwartet. Asbest war vorwiegend in den 60er und 70er Jahren eingesetzt worden. Die RWE-Tochter Rheinbraun und andere Unternehmen kündigten Befragungen und medizinische Untersuchungen an.

 

 

( Anmerkung:) Leider wird bei Anerkennung einer Asbesterkrankung bisher immer noch nicht automatisch eine BG-Rente gezahlt. Es ist hier dringend erforderlich das diese langwierigen Verfahren auch im Sinne des Gesetzgebers und für die Betroffenen endlich verkürzt werden, damit ein langwieriger Prozess endlich zur Vergangenheit gehört.

Es sollte eigentlich normal und selbstverständlich sein das die Betroffenen noch zu Lebzeiten entschädigt werden. 

 

 

 

Mehr als 10.000 Arbeiter an Asbestfolgen gestorben”

Berufsgenossenschaften erwarten dramatischen Anstieg von Erkrankungen und Todesfällen in kommenden Jahren

( Frankfurter Rundschau vom 04.Aug. 2001 -von Ingrid Müller-Münch )

 

An den Folgen einer durch Asbest verursachten Erkrankung sind seit 1980 nachweislich mehr als 10.320 Menschen gestorben. Die Berufsgenossenschaften rechnen mit einem rapiden Anstieg weiterer Asbestopfer. Der Höhepunkt der Erkrankungen wird zwischen den Jahren 2010 und 2020 erwartet.

 

Köln, 3.August 2001. Derzeit würden mehr Menschen “durch Asbest als durch Arbeitsunfälle sterben”, sagte ein Sprecher des Hauptverbandes der 35 Berufsgenossenschaften am Freitag der FR. So seien mehr als die Hälfte aller zurzeit registrierten tödlich endenden Berufskrankheiten durch Asbest ausgelöst worden, so Verbandssprecher Andreas Baader weiter, der die Lage als “dramatisch” bezeichnete.

Die Auswertung der durch den Hauptverband der Berufsgenossenschaften bekannt gegebenen Zahlen zeigt, dass die Asbesterkrankungen mit Todesfolge in den vergangenen 20 Jahren drastisch anstiegen. So registrierten die Berufsgenossenschaften 1980 lediglich 74 asbestbedingte Todesfälle. Von Mitte der 90er Jahre an stiegen die Zahlen rapide auf bis zu 1.000 pro anno.

Alleine für das Jahr 2000 wurden von den Berufsgenossenschaften 957 Asbest-Todesopfer gezählt. Doch einiges deutet darauf hin, dass weitaus mehr Menschen als die seit 1980 offiziell registrierten 10.320 Personen an dem faserigen Werkstoff, der erst Anfang der 90er Jahre verboten wurde, erkrankten und starben.

So wurden im vorigen Jahr bei den Berufsgenossenschaften 7097 Fälle von Asbestose (einer Art Staublunge), von asbestbedingtem Lungen- und Kehlkopfkrebs und einer durch Asbest ausgelösten Krebserkrankung der Rippen und des Bauchfells angezeigt. Allerdings wurden weniger als die Hälfte dieser gemeldeten Erkrankungen als Berufskrankheit anerkannt. Da Asbesterkrankungen oft erst nach 30 oder 40 Jahren ausbrechen und die Haupteinsatzzeit dieses Werkstoffes in den 60er und 70er Jahren lag, ist der Nachweis des Minerals als Krankheitsauslöser oftmals ausgesprochen schwierig.

Derzeit werden jedenfalls, so Verbandssprecher Baader, von den Berufsverbänden 7.000 Renten an Menschen ausbezahlt, die an asbestbedingten Krankheiten leiden. Baader rechnet auch hier mit einer anhaltenden Steigerung in den kommenden Jahren.

Erst diese Woche wurde bekannt, dass seit den 80er Jahren alleine 85 ehemalige RWE-Beschäftigte an Asbestfolgen verstarben. RWE hatte erst vor wenigen Wochen durch ein so genanntes “nachsorgendes Vorsorgeprogramm” mit einer flächendeckenden Erfassung und einem Nachsorgeangebot aller eventuellen Asbestopfer im Unternehmen begonnen, sagte ein RWE-Rheinbraun-Sprecher der Frankfurter Rundschau.

“Plötzlich”, so Baader von der Berufsgenossenschaft, wurde das Asbestproblem Thema. Dabei ist RWE nur ein kleiner Teilbereich.” Hauptsächlich betroffen sind ehemalige Arbeiter im Baugewerbe, in der Metallindustrie, in der Elektrotechnik, im Chemiebereich und im Schiffsbau. Branchen in denen viel Asbest verarbeitet wurde. Baader fordert in Zusammenhang mit der jetzt öffentlich entfachten Diskussion über Asbestopfer all jene Menschen auf, sich bei den Berufsgenossenschaften zu melden, die glauben, ebenfalls an den Folgen einer Asbestverseuchung zu leiden. “Die werden dann in Vorsorgeprogramme aufgenommen”, sagte Baader.

 

 

01.Juli 2002

Bundeswehr - Krank durch Asbest

Schiffe der Marine waren bis Ende der 80er Jahre asbestverseucht. Viele Soldaten leiden bis heute unter den Folgen der hohen Asbestbelastung. Von der Bundeswehr jedoch erhalten sie keine Entschädigung

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Klage gegen die Bundeswehr wegen Asbest-Verseuchung”

( Videotext ZDF Seite 128 vom 25.07.2001 )

Nach der Affäre um strahlenvereuchte Radartechniker droht der Bundeswehr nach einem Bericht der “Bild”-Zeitung eine neue Klagewelle ehemaliger Soldaten. Es hätten sich 1.200 Personen gemeldet, die nach eigenen Angaben durch den Einsatz von Asbest auf Schiffen der Bundesmarine und in Bundeswehr-Flugzeugen erkrankt seien, hieß es.

Wie die Zeitung unter Berufung auf Statistiken berichtet, leiden manche an schwersten Lungenschäden, die womöglich durch Asbestpartikel verursacht worden sein. Mehrere Dutzend Erkrankte seien gestorben.

 

 

 

Beim Stromriesen geht die Angst um

Asbest-Alarm bei RWE /

Mitarbeiter werden untersucht

 ( Westfalenpost vom 30.07.2001 )

Essen. (dpa) Beim Essener Stromkonzern RWE geht offenbar die Angst vor möglichen Spätfolgen jahrelanger Asbestbelastung von Mitarbeitern um.

RWE Rheinbraun und RWE Power boten am Wochenende aktiven und früheren Mitarbeitern vorsorgliche Untersuchungen an. Sie reagierten damit auf einen Vorab-Bericht des Spiegel. Unter Berufung auf ein internes RWE-Vorstandsprotokoll vom 10.Juli berichtet das Blatt, dass zahlreiche RWE-Kraftwerksmitarbeiter offenbar über Jahrzehnte hinweg teilweise sehe hohen Asbestbelastungen ausgesetzt waren.

14.000 RWE_Beschäftigte sollen sich nun  präventiv untersuchen lassen. Dem RWE-Vorstandspapier zufolge ist “davon auszugehen, dass bis Anfang der 90-er Jahre für Beschäftigte, insbesondere aus der Instandhaltung der Kraftwerke, Asbestexpositionen aufgetreten sind”. Dieser Schluss sei nahe liegend, da bei Mitarbeitern Rippenfelltumore aufgetreten seien., die häufig durch Asbest ausgelöst würden.

Der Spiegel zitiert weiter aus dem Protokoll: Durch “zufällige Kenntnisnahme seien im Bereich des Kraftwerkes Niederaußem seit 1982 insgesamt 12 Fälle einer asbestbedingten Krebserkrankung bekannt geworden. Es bestehe “arbeitsmedizinischer Handlungsbedarf.

Dem Blatt zufolge weist der RWE-Konzern Vermutungen über eine Vertuschung von Fakten und mangelnder Vorsorge für die Arbeitnehmer von sich. Bereits in den 80-er Jahren habe man 300 besonders gefährdete Arbeitnehmer untersucht. Auch in den Folgejahren habe für die Mitarbeiter das Angebot bestanden, sich medizinisch untersuchen zu lassen.

Die RWE-Unternehmen betonten, “dass die Zahl der asbestbedingten Folgeerkrankungen in allen Unternehmen des RWE-Konzerns nach Erhebungen der Berufsgenossenschaften tendenziell eher geringer” sei, als bei vergleichbaren Energieversorgungsunternehmen. Seit Ende der 70-er Jahre habe es einen umfassenden Schutz vor Asbestbelastungen gegeben. Die Unternehmen hätten ihre Sorgfaltspflicht wahrgenommen. Es gehe ausdrücklich um ein zusätzliches Vorsorgeangebot. Denn selbst bei höheren Asbeststaubbelastungen sei “nur mit einer geringen Zahl bösartiger Erkrankungen zu rechnen”.

 

 

 

Wirtschaft

Schadensersatz - Fonds für Asbestopfer ?

 

Der Essener RWE-Konzern will Asbestopfer oder deren Hinterbliebene möglicherweise über einen Fonds entschädigen. Allerdings, so die derzeitige Planung, müsse dies ein Entschädigungsfonds sein, der von der gesamten Industrie getragen wird. Nachdem der SPIEGEL, vorige Woche über zwölf Todesfälle auf Grund von Asbestbelastung im RWE-Kraftwerk Niederaußem berichtete, hatten sich Politiker fast aller Parteien für eine solche Hilfe ausgesprochen. “Immerhin”, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag, Michael Müller, sei “RWE kein armes Unternehmen”; die Betroffenen sollten, wenigstens keinen finanziellen Sorgen haben müssen”. Die Grünen im NRW-Landtag wollen darüber hinaus weitere Branchen untersuchen lassen. Konkurrenten von RWE wie E.on oder Chemie- und Automobilfirmen haben die Krebs erregenden Fasern zum Teil bis in die neunziger Jahre eingesetzt. Unterdessen hat RWE Zahlen von Asbestopfern auch anderer Kraftwerke vorgelegt. Danach sind seit Anfang der achtziger Jahre allein innerhalb des RWE-Konzerns 119 Mitarbeiter der Stromerzeugung von der Berufsgenossenschaft als Asbestopfer anerkannt worden. Zu verzeichnen seien “29 Asbestosen, 23 Fälle von Lungen- und 67 Fälle von Rippenfellkrebs”. Von den 119 Erkrankten sind inzwischen 85 verstorben. In vielen anderen Ruhrgebietsunternehmen hat jetzt erst die Recherche nach den Asbestopfern der vergangenen Jahrzehnte begonnen.

 

 

 

Berufsbedingte Krebserkrankung Asbestwelle wogt weiter”

( Main Post vom 07. September 2000 )

Berlin (AP ) Asbestbedingte Krebserkrankungen gehören nach Angaben des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften immer noch zu den häufigsten Berufserkrankungen. Obwohl der Werkstoff seit 1993 in Deutschland nicht mehr verbaut werden dürfe, seien im vergangenen Jahr 1002 Menschen an den Folgen inhalierter Asbestfasern gestorben, erklärte der Referatsleiter, Otto Blome, in Berlin. Das seien rund 52 Prozent der Toten bei krebsverursachenden Berufskrankheiten. Nach statistischen Berechnungsmodellen sei der Gipfel der "Asbestwelle" mit rund 10.000 Fällen im Jahr 2015 zu erwarten.

 

 

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